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16.10.2019, 16:06 Uhr | GZ vom 12.10.2019, Helmut Hohaus
CDU Liebenburg will sich dem Thema E-Mobilität widmen
Vortrag von Oliver Schatta regt Diskussion an - Thomas Markwort wird auf der Jahreshauptversammlung zum neuen Schriftführer gewählt 

Liebenburg. Die Neuwahl des Vorstandes stand im Vordergrund der Jahreshauptversammlung des CDU- Gemeindeverbandes Liebenburg im Dorfgemeinschaftshaus Klein Mahner. Da Söhnke Leifeld (Heimerode) bereits vor einem halben Jahr als Vorsitzender neu gewählt wurde, brauchte nur der Restvorstand neu gewählt werden.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Dirk Grätz (Dörnten) und Bernd Rotzek (Othfresen) bestätigt. Neuer Schriftführer wurde Thomas Markwort (Klein Mahner), eine Wiederwahl gab es auch für Henning Düerkop (Dörnten) als Schatzmeister. Gerd Will (Dörnten) und Philipp Schilling (Klein Mahner) sind neue Beisitzer. Bestätigt als Beisitzer wurden Sabine Stotz (Liebenburg) und Heribert Pietschmann (Döhren).

Seit 180 Tagen ist Söhnke Leifeld nun im Amt, er hat auch die CDU-Internetseite umgestellt. Für die sucht Leifeld Material in Form von Infos zu den verschiedenen Sitzungen oder Versammlungen in der Gemeinde, das an ihn geschickt werden soll. In Abwesenheit wurde Anna-Christina Albrecht (Liebenburg) für 25-jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel ausgezeichnet.

Vor der Mitgliederversammlung wurde zu einem zünftigen „Wurst- und Käseessen" eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung konnte Mdl Oliver Schatta als Referent gewonnen werden. Der Obermeister der Kfz-Innung Braunschweig-Gifhorn ist Kfz -Technikmeister und referierte zum Thema "Elektromobilität auf dem Land".

Schatta ist seit 2017 Mitglied des Landtags und zudem Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. In seinem Vortrag verwies er auch auf die zum Teil doch erheblichen Unwägbarkeiten hin, die es zu dem Thema E-Mobilität gibt. Insbesondere die Kapazitäten der marktreifen Batterien für die E-Autos sind seines Erachtens nicht zufriedenstellend. Im Bereich von Großstädten wiege dieser Nachteil nicht so schwer wie im ländlichen Bereich. Das Gleiche gilt für die Infrastruktur der Ladesäulen. Positive Erfahrungen konnte er selbst in Norwegen gewinnen, von diesem Standard ist die Bundesrepublik Deutschland allerdings weit entfernt.

Eine Chance sah Schatta in der Windenergie. Wenn in jedem Windrad ein Wasserstoffgenerator installiert würde, könnt so Wasserstoff gewonnen werden, der Brennstoßzellen als Betriebsstoff dient. Entsprechende Techniken seien in der Entwicklung, sie besäßen allerdings noch keine Marktreife, so der CDU-Politiker.

Insgesamt verwies Schatta auch auf die unzureichende Leistungsfähigkeit von Elektromotoren im Bereich der Nutzfahrzeuge. Gerade im landwirtschaftlichen Bereich werde es wohl noch sehr lange dauern, bis man auf den Einsatz von Dieselmotoren verzichten könne. Er bedauerte, dass dieses Thema quasi die Gesellschaft spalte. Es gehe überhaupt kein Weg daran vorbei, sich in allen Bereichen dem Klima- und Umweltschutz zu widmen.

Dieses müsse aber auch zwingend global geschehen und da kritisierte Mdl Schatta, dass sich die größten Industrienationen ihrer Verantwortung entziehen. Eine intensive Diskussion schloss sich an und der CDU-Gemeindeverband Liebenburg kündigte an, dieses Thema zeitnah weiter zu bearbeiten.


aktualisiert von Söhnke Leifeld, 16.10.2019, 17:53 Uhr